Meine ersten prägenden Erlebnisse hatte ich bei Veranstaltungen im Ferienlager und im Jugendzentrum. Was der DJ dort gemacht hat, hat mich fasziniert – die blaue Rundumleuchte während „Ghostbusters" ist bis heute unvergessen. Aber es waren auch die emotionalen Momente, wenn ein ABBA-Song lief und plötzlich alle mitgesungen haben. Diese Magie, die Musik mit Menschen verbindet, wollte ich selbst erzeugen.
Ich lese die Stimmung im Raum und passe mich an – egal ob Festival oder Geburtstagsparty. Ich bringe echte Leidenschaft mit, die aus persönlichen Erlebnissen gewachsen ist, keine Karriereentscheidung. Meine musikalische Bandbreite ist groß, aber ich setze sie gezielt ein: Nicht alles auf einmal, sondern das Richtige zum richtigen Moment.
aus Berlin, Berlin
Frank Ungefugt
Veranstaltungsarten:
Musikwünsche sind für mich ein Werkzeug, kein Störfaktor. Ich nehme sie ernst, entscheide aber situativ: Passt der Wunsch gerade zur Energie auf der Tanzfläche, spiele ich ihn zeitnah. Wenn nicht, baue ich ihn an der richtigen Stelle ein – oder erkläre kurz, warum es jetzt nicht passt. Ein guter DJ serviert Wünsche, er unterbricht deswegen keinen Flow.
Auf Privatpartys bin ich der Allrounder, da darf es gerne ein breiter Mix aus Jahrzehnten und Genres sein, immer am Publikum orientiert. Auf Festivals bewege ich mich im elektronischen Bereich, von entspanntem Pop-Electronica bis hin zu 90er Techno: Mark Oh, Marusha, Dune, Blümchen. Das war eine Ära, die ich liebe und die auf der Tanzfläche immer noch zündet.
Klassischer Schlager und Volksmusik liegen mir weniger – das ist einfach nicht meine Welt. Ein gelegentlicher Party-Schlager als Stimmungsbooster? Gerne, das hat seinen Platz. Was mich aber wirklich antreibt, ist Abwechslung: Wer mich bucht, bekommt keinen DJ, der stur ein Genre durchzieht. Die Tanzfläche lebt von Dynamik, und die liefere ich.
Ein guter DJ hört zu – nicht nur Musik, sondern auch dem Raum. Er spürt, wann die Energie kippt, bevor es die Tanzfläche tut. Technik ist Handwerk, das kann man lernen. Was man nicht lernen kann: echtes Gefühl für den Moment. Ein guter DJ lässt das Publikum vergessen, dass da jemand hinter den Plattentellern steht – weil alles wie selbstverständlich fließt.
Ich beobachte die Tanzfläche konsequent und reagiere schnell. Wenn ich merke, dass jemand tanzt und strahlt – das ist mein Signal, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Wenn die Fläche leerer wird, wechsle ich Tempo oder Genre, ohne Aufhebens darum zu machen. Ich baue außerdem gerne Wiedererkennungsmomente ein: Songs, bei denen alle sofort den Refrain mitsingen. Das verbindet und zieht Leute auf die Fläche, auch die Zögerlichen.
Ich bin bewusst offen gehalten, was Locations angeht – mein Fokus liegt auf dem Event und der Stimmung, nicht auf einer Stammadresse. Berlin ist meine Homebase, und von dort aus bin ich mobil. Was ich mitbringe: ein Netzwerk aus Location-Kennern und Veranstaltungsprofis, das ich bei Bedarf aktivieren kann. Wer also noch auf der Suche nach dem richtigen Ort ist – auch dabei kann ich weiterhelfen.